Sicherheitsbeleuchtung an automatisierten Arbeitsplätzen
Fällt an einem automatisierten Arbeitsplatz das Licht aus, laufen Maschinen oft noch nach – eine Sicherheitsbeleuchtung sorgt dann dafür, dass Beschäftigte Gefahrenstellen erkennen und Abläufe sicher beenden können. Hier erfahren Sie, welche Werte gelten und wie unsere 24-V-LED-Streifen aus eigener Fertigung dabei helfen.
Die LED-Emotion GmbH produziert und liefert industrietaugliche LED-Streifen für Sicherheitsbeleuchtungen. Die Installation der LED-Steifen und die Einhaltung der anzuwendenen (DIN- / ASR- / EN-) Vorschriften müssen bauseits erfolgen.
Weitere Lösungen rund um Licht in der Produktion finden Sie unter Industrie.

Was ist Sicherheitsbeleuchtung?
Sicherheitsbeleuchtung ist der Teil der Notbeleuchtung, der bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung Unfälle verhindert und das gefahrlose Verlassen eines Bereichs ermöglicht.
Man unterscheidet drei Arten:
Gespeist wird sie aus einer Stromquelle für Sicherheitszwecke, etwa Einzel-, Gruppen- oder Zentralbatterien, die vom Ausfall der allgemeinen Versorgung nicht betroffen sein darf.
- Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege: macht Fluchtwege und Sicherheitseinrichtungen erkennbar
- Antipanikbeleuchtung: verhindert Panik in großen Räumen ohne festgelegte Fluchtwege
- Sicherheitsbeleuchtung für Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung: ermöglicht das sichere Beenden gefährlicher Abläufe
Wann braucht ein automatisierter Arbeitsplatz eine Sicherheitsbeleuchtung?
Eine Sicherheitsbeleuchtung ist nötig, wenn ein Lichtausfall Beschäftigte gefährden kann – zum Beispiel im unmittelbaren Bereich nachlaufender Arbeitsmittel mit bewegten Teilen, die sich nicht vollständig abschirmen lassen.
Ob das zutrifft, ermitteln Sie in der Gefährdungsbeurteilung.
Die normale Arbeitsplatzbeleuchtung bleibt davon getrennt: Hinweise dazu finden Sie bei den LED Maschinenleuchten, Zustandsmeldungen übernehmen Signalleuchten.

Welche Werte muss die Beleuchtung im Notfall erreichen?
Für Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung gelten deutlich strengere Werte als für Fluchtwege:
- Beleuchtungsstärke: mindestens 15 lx am Ort der Sehaufgabe
- Bezug zur Allgemeinbeleuchtung: etwa 10 % der normalen Beleuchtungsstärke
- Schaltzeit: volle Beleuchtungsstärke innerhalb von 0,5 s
- Gleichmäßigkeit: höchstens 10:1 zwischen hellster und dunkelster Stelle
- Farbwiedergabe: Ra mindestens 40, damit Sicherheitsfarben erkennbar bleiben
- Betriebsdauer: mindestens so lange, wie die Gefährdung besteht

Was leisten unsere 24-V-LED-Streifen?
Unsere industrietauglichen LED-Streifen schalten mit einer Verzögerung von weniger als 10 ns und arbeiten mit 24 V Eingangsspannung – die Lichtquelle selbst beansprucht damit nur einen verschwindend kleinen Teil der zulässigen 0,5 s.
Die Streifen werden in Deutschland in eigener Produktion gefertigt und sind für die Ansteuerung über eine SPS mit gemeinsamem Minus ausgelegt. Länge, Einstellungen und weitere Anforderungen stimmen wir individuell auf Ihre Anlage ab.
Wichtig: Für eine normgerechte Sicherheitsbeleuchtung müssen Leuchten die DIN EN 60598-2-22 erfüllen und an einer Stromquelle für Sicherheitszwecke betrieben werden. Klären Sie den Einsatz deshalb vorab mit Ihrem Fachplaner und mit uns.
Checkliste für Planung und Auswahl
Mit diesen Punkten planen Sie eine Sicherheitsbeleuchtung am automatisierten Arbeitsplatz strukturiert:
- Gefährdungsbeurteilung: Legen Sie fest, welche Bereiche bei Lichtausfall gefährlich werden und wie lange die Gefährdung andauert.
- Beleuchtungsstärke: Planen Sie mindestens 15 lx am Ort der Sehaufgabe und orientieren Sie sich an rund 10 % der Allgemeinbeleuchtung.
- Stromquelle für Sicherheitszwecke: Es gibt Sicherheitsstromversorgungen mit 24 V, an denen passende Leuchten betrieben werden.
- Normkonformität der Leuchte: Fragen Sie nach Nachweisen zu DIN EN 60598-2-22 und den lichttechnischen Daten nach DIN EN 1838.
- Prüfung und Dokumentation: Planen Sie regelmäßige Funktionsprüfungen und ein Prüfbuch von Anfang an ein.
Häufige Fragen zur Sicherheitsbeleuchtung am Arbeitsplatz
Was ist der Unterschied zwischen Notbeleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung?
Notbeleuchtung ist der Oberbegriff. Die Sicherheitsbeleuchtung ist ein Teil davon und umfasst Rettungswege, Antipanikbeleuchtung und Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung. Daneben gibt es die Ersatzbeleuchtung, mit der Arbeiten weitergeführt werden.
Wie hell muss die Sicherheitsbeleuchtung an einem gefährlichen Arbeitsplatz sein?
Mindestens 15 lx am Ort der Sehaufgabe. Als Richtwert gelten zusätzlich etwa 10 % der normalen Beleuchtungsstärke. Höhere Werte können sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben.
Wie schnell muss die Sicherheitsbeleuchtung einschalten?
An Arbeitsplätzen mit besonderer Gefährdung muss die volle Beleuchtungsstärke innerhalb von 0,5 s nach dem Ausfall erreicht sein.
Reicht ein LED-Streifen an 24 V als Sicherheitsbeleuchtung?
Nicht automatisch. Leuchten für Sicherheitsbeleuchtung müssen die DIN EN 60598-2-22 erfüllen und an einer Stromquelle für Sicherheitszwecke hängen, die vom normalen Netzausfall unabhängig ist. Sprechen Sie uns an, wenn Sie unsere Streifen in ein solches Konzept einbinden möchten.
Wie lange muss die Sicherheitsbeleuchtung leuchten?
Mindestens so lange, wie die Gefährdung für die Beschäftigten besteht. Den Zeitraum legt der Betreiber auf Basis der Gefährdungsbeurteilung fest.
Muss die Sicherheitsbeleuchtung regelmäßig geprüft werden?
Ja, sie ist instand zu halten und regelmäßig auf Funktion zu prüfen. Die Fristen ergeben sich aus Herstellerangaben und den anerkannten Regeln der Technik; die Ergebnisse werden dokumentiert.
Fazit: schnell schalten, sauber planen
Eine wirksame Sicherheitsbeleuchtung an automatisierten Arbeitsplätzen braucht passende Werte, eine unabhängige Stromquelle und geeignete Leuchten. Unsere schnell schaltenden 24-V-LED-Streifen aus eigener Fertigung stimmen wir gern auf Ihr Konzept ab.